Besuch im Kernkraftwerk Grundremmingen
Im Zuge meiner Diplomarbeit bei der Fa. AREVA NP war es heute Zeit für meinen ersten Besuch in einem Kernkraftwerk. Schlichtweg un-glaub-lich, was ich dort alles erleben durfte. Als normaler Besucher kommt man eh schon schwer auf ein solch gesichertes Gelände. Sollte man es in seltenen Führungen usw. doch einmal schaffen, bleiben einem die interessanten Bereiche aus Sicherheitsgründen verschlossen. Dank vieler vorangegangener Untersuchungen, Anträge und Papierkriege bin ich Besitzer eines Strahlenpasses und habe die atomrechtliche Zuverlässigkeitsüberprüfung (Kategorie 1). Sie erlaubt es mir, auch in gesicherte Kontrollbereiche zu gelangen. Ich war eins von 6 Mitgliedern einer Dienstfahrt nach Grundremmingen. Nach einigen Stunden Fahrt erreichten wir das Kraftwerk. Sagenhafte zweieinhalb Stunden wurden Personalausweis, Strahlenpass, Zugangsberechtigungen überprüft, es gab EInweisungen, Belehrungen und man wurde von oben bis unten gefilzt. Mein Fotohandy musste ich sofort abgeben, Fotos sind nirgendwo erlaubt. Dann endlich liessen mich die bewaffneten Sicherheitsleute zum Drehkreuz und ich konnte die erste Schleuse durchqueren und war auf dem Kraftwerksgelände. Übrigens, sollte ein Terrorist diese erste Sicherheitsschleuse mit einem Auto durchfahren, würden ihn die Panzersperren auf der Rückseite aufhalten. Unsere spezielle Führung startete im Y-Gebäude, wo wir Schutzkleidung und Strahlendosimeter (davon gleich 3 Stück) anlegten. Dann ging es auf die 40 Meter-Ebene in Block B. Der eigentliche Reaktor war nicht zu sehen (während der Betriebszeiten ist er von meterdicken Betonklötzen umgeben), dafür wurden gerade Arbeiten am Brennelementelagerbecken durchgeführt (darin lagern alte Brennelemente, dort wurden früher Castorbehälter beladen usw.). Das blau leuchtende Wasser, der riesige Deckenkran (Traglast 200t) und die vielen großen Werkzeuge waren beeindruckend. Danach ging es in das Maschinenhaus. Wir sahen die große Turbine mit Generator, die vielen Rohr- und Sicherheitssysteme. Danach ging es an den Transformatoren vorbei zurück zum Ausgang mit anschliessendem Kontaminationstest. Dieser Test überprüft, ob die Kleidung radioaktiv kontaminiert ist. Ich muss irgendwo hängen geblieben sein, jedenfalls gaben die Sensoren bei mir natürlich groß Alarm. Nach dem Ablegen des Overalls und der Schutzkleidung durfte ich die Schleuse kontaminationsfrei passieren und den Kontrollbereich verlassen. Nach etwas Smalltalk und einigen dienstlichen Erledigungen vor Ort ging es zurück nach Erlangen. Es war ein sehr interessanter Tag in Grundremmingen und ich bin stolz darauf, vieles live gesehen zu haben, was man eigentlich nur von Fotos oder dem TV kennt.

Cool! Nächstes Mal bringst aber nen bisschen Uran mit
megacool !!! dat war sicherlich ´ne echt heiße sache oda?
bin mächtig stolz … dich zukennen!!!
“O.K.”
Und seitdem leuchtest du im Dunkeln!!